INNOVATIONSAWARD

KRAFTWERK IN DER GEBÄUDEHÜLLE

Der österreichische „Innovationsaward für integrierte Photovoltaik“ wird von der österreichischen Technologieplattform Photovoltaik (TPPV) ausgelobt. Er soll einen Impuls setzen um die Photovoltaik-Integration in die unterschiedlichsten Sektoren, wie Bauwerke, den Verkehrs- oder den Landwirtschaftsbereich zum Standard zu entwickeln.

Die Photovoltaik befindet sich im Umbruch und nimmt eine Schlüsselrolle in der Energiewende ein. Für eine hohe Akzeptanz durch die Bevölkerung ist deshalb eine architektonisch-ästhetische Optimierung notwendig, die mit einer möglichst umfassenden systemischen Integration der dezentralen und umweltfreundlichen Energiequelle Photovoltaik kombiniert wird.

Optimal in Form von passiver UND aktiver Nutzung, optimal in Form von architektonischen Qualitätskriterien und gesamtenergetischer Betrachtung. Österreich kann seine Architekturtradition nutzen, durch diese Verbindung von gestalterischen Lösungen und energetischer Optimierung im Baubereich ein globaler Vorreiter für solare Architektur zu werden.

Award Logo gold mit TPPV Logo 300x300 1 | Photovoltaik Österreich
Eine besondere Chance für Österreich und Europa

Für das Erreichen des nationalen Zieles bilanziell 100 % Strom aus erneuerbarer Energie bis 2030, ist ein verstärkter Ausbau der Photovoltaik notwendig. Dazu sollen Innovationen mit integrierter Photovoltaik in den Mittelpunkt gerückt und einem breiten Publikum präsentiert werden.

Der 4. Innovationsaward für integrierte Photovoltaik 2024 der österreichischen Technologieplattform Photovoltaik soll dazu beitragen.

Integration bedeutet dabei aber nicht nur architektonische Ansprüche zu erfüllen, sondern auch die systemische Integration in das Energiesystem vor Ort, was die direkte Nutzung des Stroms im Gebäude, die Erhöhung der zeitliche Flexibilität mittels Speicherung (von elektrochemischen Speichern bis zur Bauteilaktivierung) und die Anwendung in der Mobilität (Strom für lokale E Mobilitätslösungen) beinhaltet; damit wird PV auch zu einer Schlüsseltechnologie für lokale Energiegemeinschaften.

Der Award wurde am 29. März 2023, im Zuge des PV-Kongresses, ausgelobt.

„Intelligente Photovoltaiklösungen sind solche, die neben der ökologischen Stromerzeugung einen zusätzlichen Mehrwert schaffen. Mit dem österreichischen Innovationsaward für integrierte Photovoltaik möchten wir innovative Produkte, Projekte und Systeme auszeichnen und die Innovationskraft der österreichischen Akteur*innen im Umfeld der Photovoltaik sichtbar machen.“
Hubert Fechner©TPPV 1 | Photovoltaik Österreich
Hubert Fechner
Obmann Technologieplattform Photovoltaik

PROJEKT-EINREICHUNG

Wer kann einreichen? Expert*innen aus der PV und Energietechnik, Bautechnik, Bauplanung, Architektur, Landwirtschaft, Verkehrsplanung, Stadtplanung sowie Student*innen etc. Alle Formen der PV-Integration können eingereicht werden. Bitte verfassen Sie eine möglichst detaillierte Beschreibung Ihres Projekts. Folgende Punkte sind für die Einreichung notwendig:
  • Projektbeteiligte
  • Projektkennzahlen (Anlagenleistung, Art, Jahresproduktion, Anzahl der Module etc.)
  • Standort
  • Beschreibung der Umsetzung der einzelnen Kriterien – je detaillierter Ihre Angaben sind, desto besser ist das Gesamtbild, das sich die Jury machen kann
Bitte reichen Sie ebenfalls aussagekräftige Bilder Ihres Projekts (am besten aus verschiedenen Blickwinkeln) ein und geben Sie das entsprechende Copyright mit an (sowohl den/die Architekt*in als auch den/die Fotograf*in). Die Gewinnerprojekte des 4. Innovationsawards 2024 werden im Zuge des PV-Kongresses im Frühjahr 2024 gekürt.

Im Jahr 2024 liegt der Fokus des Innovationsawards auf der Gesamtheit der integrierten Photovoltaik – so werden Photovoltaikprojekte auch abseits der klassischen Gebäudeintegration gesucht.

Beispielsweise die Einbindung der Photovoltaik in sämtliche bestehende Infrastruktur wie Verkehr (Straßen, Lärmschutzwände) oder Landwirtschaft (Agri-PV, Floating-PV).

EINREICHPHASE:

BEWERTUNGSKRITERIEN 2024

  • Integration von Photovoltaik in ein energetisches Gesamtkonzept (von direkter Stromnutzung über Wärme bis hin zur Mobilität)
  • Einsatz von Energiemanagementsystemen
  • Nutzer*innenfreundlichkeit
  • Auslegung: Anlagengröße in Relation zum Nutzen (möglichst hohe Direktnutzung ist nicht das einzige bzw. das vorrangige Kriterium)
  • Verfügbarkeit einer Lebenszyklus-Analyse des gesamten Energiesystems
  • Vorarbeit zum Recycling, wenn dies in der Konstruktion mitgedacht wurde
  • Darstellungen zur grauen Energie und der Materialeffizienz der Unterkonstruktion
  • Rücksichtnahme auf mögliche Umwelt-Beeinträchtigung durch Blendung sowie
    Kombinationen mit anderen nachhaltigen/ mikroklimatisch positiven Ansätzen
    (z.B. grüne PV/Begrünung)
  • Wirtschaftliches Gesamtkonzept
  • Vergleich der Mehrkosten von PV zu deren Nutzen
  • Überzeugende Darstellung der Einsparungen bei den laufenden Kosten des Gebäudes durch die Photovoltaik
  • Integration von Photovoltaik in ein energetisches Gesamtkonzept (von direkter Stromnutzung über Wärme bis hin zur Mobilität)
  • Einsatz von Energiemanagementsystemen
  • Nutzer*innenfreundlichkeit
  • Auslegung: Anlagengröße in Relation zum Nutzen (möglichst hohe Direktnutzung ist nicht das einzige bzw. das vorrangige Kriterium)
Diese Kategorie zielt auf die Fragestellung ab, ob und in welcher Form es eine Kommunikationsstrategie mit den Bewohner*innen bzw. zur (Fach-)Öffentlichkeit hinsichtlich der realisierten energetischen und architektonischen Lösungen gibt und inwieweit ein gesellschaftlicher Mehrwert durch die Photovoltaikintegration entsteht.
Ein Österreich-Bezug muss gegeben sein durch mindestens einen der folgenden Punkte:
  • Projektstandort in Österreich
  • Österreichische EinreicherIn oder ArchitektIn
  • Verwendung österreichischer Produkte
* ausschließliches Kriterium für den Sonderpreis
  • Innovative Konzepte und Ideen: müssen noch nicht realisiert, aber technisch möglich sein
  • Prototypen mit visionärem Charakter
  • gute Ideen und spannende Ansätze
  • Kreativität
*Der Sonderpreis für innovative Ideen und Konzepte zur Integration von Photovoltaik berücksichtigt Kreativität als zusätzliches Beurteilungskriterium neben den Hauptkriterien wie energetischem Gesamtkonzept, Umweltverträglichkeit, Ästhetik, Österreich-Bezug, Effizienz der Kosten und Kommunikation. Die Umsetzung der Projekte ist, anders als für den Hauptaward, für den Sonderpreis nicht zwingend erforderlich, und er steht neben StudentInnen und SchülerInnen auch DesignerInnen, Fachleuten und anderen Interessierten zum Einreichen und Gewinn offen.

Ziele

Ziel des Innovationsawards ist es, die Chancen und Möglichkeiten aufzuzeigen, die Photovoltaik in integrierter Form bietet.

Sowohl bei Anwendungen im Gebäudebereich als auch bei Integration in den Landwirtschafts- oder Verkehrssektor sind die Akzeptanz, ökologische und soziale Verträglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit wesentlich.

Die systemische Integration in Form einer optimalen Nutzung des lokal erzeugten Stromes ist ebenso von großer Bedeutung. Dies kann durch die möglichst direkte Stromanwendung im Gebäude, im naheliegenden Verkehrssystem oder in der Landwirtschaft, aber auch für die E-Mobilität erfolgen.

Der Anspruch des Innovationsawards ist es, deutlich über die Expert*innengruppe der Energietechnik hinauszugehen und Bautechniker*innen, Bauplaner*innen, Architekt*innen, Landwirt*innen, Verkehrsplaner*innen, Stadtplaner*innen etc. anzusprechen.

Im Jahr 2024 liegt der Fokus des Innovationsawards auf der Gesamtheit der integrierten Photovoltaik – so werden Photovoltaikprojekte auch abseits der klassischen Gebäudeintegration gesucht. Beispielsweise die Einbindung der Photovoltaik in sämtliche bestehende Infrastruktur wie Verkehr (Straßen, Lärmschutzwände) oder Landwirtschaft (Agri-PV, Floating-PV).

Wesentlichstes Ziel der integrierten Photovoltaik ist es, eine Doppelnutzung zu erreichen und die bereits von der Gesellschaft genutzten Flächen überdies für die Stromgewinnung heranzuziehen.

Erstmalig wird es 2024 auch einen Sonderpreis für visionäre Konzepte und Ideen für integrierte Photovoltaik geben, der sich vorrangig an Studierende richtet.

1. INNOVATIONSAWARD

Der Innovationsaward fokussiert auf bereits in der Umsetzung befindliche Projekte der Photovoltaikintegration (z.B. PV-Lärmschutz, Mobilitäts-, Infrastruktur- oder Gebäudeintegration, additive Doppelnutzung etc.).

Die Preisträger*innen erhalten einen Pokal sowie eine Prämie in folgender Höhe:

 

1.Platz 3.000 €

2.Platz 2.000 €

3.Platz 1.000 €

2. SONDERPREIS FÜR VISIONÄRE KONZEPTE

Der Sonderpreis legt den Fokus auf Projekte mit innovativem und visionärem Charakter. Kreative Konzepte, Ideen und mögliche Prototypen für integrierte Photovoltaik können damit in den Fokus rücken. Die Projekte müssen noch nicht realisiert sein.

Die Hauptkriterien für innovative Lösungen werden durch zukunftsorientierte Konzepte erweitert, wobei die Wirtschaftlichkeit zwar berücksichtigt wird, jedoch nicht vorrangig ist. Dieser Sonderpreis legt besondere Aufmerksamkeit auf studentische Arbeiten (wie bspw. Bachelor- und Masterarbeiten). Damit sollen Möglichkeiten für zukunftsorientierte Lösungen in den Vordergrund rücken.

Der/die Preisträger*in erhält einen Pokal sowie eine Prämie in Höhe von:

1.000 €

JURY 2024

Die Bewertung der eingereichten Projekte erfolgt durch eine unabhängige, internationale Expert*innen-Jury, die in zwei Projektkategorien jeweils Sieger*innen nominiert. Die Jury setzt sich wie bei den vorherigen drei Innovationsawards aus Architektur- und Photovoltaik-Expert*innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zusammen.

VERANSTALTER

Partner

SPONSOREN

INFORMATIONS-BROSCHÜRE

Werfen Sie einen Blick in die Informationsbroschüre zum 4. Innovationsaward für integrierte Photovoltaik!

RETROSPEKTIVE

AWARD FÜR BAUWERKINTEGRIERTE PHOTOVOLTAIK 2022
2022 wurde im Zuge der Award-Verleihung ein Video produziert, das die Gewinner des Awards und deren Projekte vorstellt. Die Jury aus Expert*innen wählte drei Gewinnerprojekte und einen Anerkennungspreis.