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PV-Förderjahr 2024: Entwurf für EAG-Förderverordnungen liegt nun vor

Trotz geplanter rascher Umsetzung können sinkende Fördersätze für fehlenden Anreiz sorgen 

Mit reichlich Verzögerung legt die Bundesregierung heute die beiden Entwürfe der konkreten Förderbedingungen für PV-Anlagen für dieses Jahr vor. Damit erfährt die Branche nach langer Wartezeit endlich die Rahmenbedingungen für Förderungen nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (Investitionsförderung und Marktprämie).

In den jeweiligen Verordnungen werden unter anderem die Fördersätze, das Förderbudget und die Einreichtermine, zu denen um eine Förderung angesucht werden kann, für PV-Projekte geregelt. Bereits am 8. April soll der erste Fördercall für die Investitionsförderung starten. Die Marktprämie kann ab 14. Mai beantragt werden. Positive Neuerung ist vor allem, dass nun auch bei gewerblichen Anlagen das Projekt vor Förderantragstellung begonnen werden kann. Somit muss lediglich mit der Inbetriebnahme der PV-Anlage bis nach Förderantragstellung gewartet werden. Erfreulich ist auch, dass die Förderbedingungen der Marktprämie für dieses Jahr auch nächstes Jahr gelten sollen. Jedoch sieht der Branchenverband nicht nur Positives: „Wir sind vorsichtig zurückhaltend, ob die gesenkten Fördersätze ausreichen, um die Entwicklung neuer Projekte anzureizen. Vor allem bei der Marktprämienförderung wurden bereits im letzten Jahr nur rund 35 % der ausgeschriebenen Fördervolumen beantragt. Reduzierte Fördersätze werden diesem Trend wohl nicht gegensteuern. Erfreulich ist aber, dass die nicht genutzten Volumen dieses Jahr zusätzlich zur Verfügung stehen“, sagt Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverband Photovoltaic Austria. 

Bereits zu Jahresbeginn wurde die Förderung für PV-Anlagen bis 35 kWp durch eine Umsatzsteuerbefreiung ersetzt. Eine Antragstellung für eine Förderung ist damit nicht mehr notwendig, der Rechnungsbetrag reduziert sich automatisch.

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