Die Republik im Förderungs-Dilemma

Die Nachfrage nach einer Förderung konnte heuer nicht befriedigt werden.

Im Jänner war eine Tarifförderung ausgeschrieben. Betreibern von PV-Anlagen, die Strom in das öffentliche Netz einspeisen, wurde dabei ein Tarif von 7,06 Cent je Kilowattstunde für die nächsten 13 Jahre zugesagt. Allerdings bekamen nur knapp die Hälfte der Antragsteller diese Förderung. 3500 Projekte mit einer Gesamtleistung vom 200 Megawatt Peak (MWP) blieben auf der Strecke.

„Der Andrang war auch deshalb sehr groß, weil man die Förderung mit der Investitionsprämie verbinden konnte“, sagt die Geschäftsführerin von Photovoltaic (PV) Austria, Vera Immitzer. Das Fördermodell, das ab heute zur Disposition steht, ist keine Tarifförderung, sondern ein Einmalzuschuss von 200 bis 250 Euro je Kilowatt Leistung. „Wenn man aber erreichen will, dass große Dächer genützt werden, muss man den Tarif fördern“, sagt Immitzer.

Laut Immitzer müsste heuer doppelt so viel Förderung ausgeschüttet werden, um den geplanten Ausbau umzusetzen. Dazu müsste aber das Erneuerbaren-Ausbaugesetz (EAG) endlich in einer Form beschlossen werden, die einen unkomplizierten Zugang zu Förderungen ermöglicht. Außerdem brauche es eine Sonderlösung für die zu kurz gekommenen
Projekte. Denn die großen Energieversorger haben ihre Abnahmetarife für PV-Strom schon vor einiger Zeit gesenkt. Sehr zum Ärger der kleinen Kunden.

 

Quelle: Oberösterreichische Nachrichten

 

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