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ÖNIP hebt PV-Ausbaubedarf deutlich an und zeigt erstmals unmissverständlich den Handlungsauftrag der Bundesländer

Schluss mit Klein-Klein der Bundesländer

Das Bundesministerium für Klimaschutz überarbeitete mit dem Entwurf des „integrierten österreichischen Netzinfrastrukturplans“ (ÖNIP) den Ausbaubedarf für Erneuerbare Energieträger bis 2030 und 2040. Der ÖNIP wurde vom Umweltbundesamt erstellt, um den Ausbaubedarf des Stromnetzes zu erheben. Der Plan wird dabei nicht nur dem steigenden Strombedarf gerecht und zieht die Ausbauziele der Erneuerbaren entsprechend nach, sondern rechnet erstmals auch den PV-Ausbaubedarf der einzelnen Bundesländer vor. Beinahe Verdoppelung des PV-Ausbaubedarfs bis 2030 Um den steigenden Strombedarf in Zukunft tatsächlich erneuerbar decken zu können, muss die PV-Leistung bis 2030 auf 21.000 MWp ausgebaut werden (statt bisher 13.000 MWp, laut EAG aus dem Jahr 2020). Gerade einmal 18 % der notwendigen PV-Leistung sind davon bereits in Österreich installiert. Entsprechend ist der jährliche Zubau von zuletzt 1.000 MWp auf 2.100 MWp zu verdoppeln.

„Wir wiederholen uns, aber mit dem vorliegenden Entwurf des ÖNIPS muss mit dem Klein-Klein der Bundesländer ein für alle Mal Schluss sein. Spätestens jetzt muss bei den Landesregierungen klar angekommen sein, dass alles unternommen werden muss, um in die Gänge zu kommen – neben einer Forcierung des Dachausbaus müssen auch Flächen für den Ausbau der PV vorausschauend ausgewiesen werden“, richtet sich Herbert Paierl, Vorstandsitzender des Bundesverbands Photovoltaic Austria (PV Austria), an die Länder. Vor allem wird mit dem PV-Ausbau 2030 nicht Schluss sein – ganz im Gegenteil, denn bis 2040 ist die PV-Leistung weiter zu verdoppeln, und zwar auf 41.000 MWp.

So wird wieder einmal deutlich, dass wir neben der geforderten Anlagenleistung, die Stromnetze dort brauchen, wo Potentiale für erneuerbare Erzeugung existieren. Dafür ist ein umfassender Netzausbauplan notwendig, der die Bereiche mit Potential für Erneuerbare mit einbezieht. Die Netzbetreiber stehen ebenso wie die Bundesländer in Handlungspflicht“, zeigt Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV Austria, die Dringlichkeit eines umfassenden Netzausbaus auf.

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