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Normen aus dem
PV- und Speicherbereich

Normen und Richtlinien

Bei der Errichtung einer PV-Anlage bzw. eines Stromspeichers sind verschiedene Normen und Richtlinien zu beachten. Im Folgenden werden die maßgeblichen Normen und Richtlinien kompakt zusammengefasst. Beachten Sie aber dass keine vollständige Auflistung ist. Werfen Sie auch eine Blick auf unser Ausbildungsangebot.

Seminar: PV- und Speicher Normen

In einem speziellen Normen-Kurs wird in nur einem Tag ein fokussierter Überblick über all die maßgeblichen Normen und Regularien aus dem PV- und Speicherbereich geboten und diese auch detailliert analysiert. Der Kurs wird gemeinsam mit der TÜV Austria Akademie abgehalten und der Kurs-Inhalt wird natürlich den neuesten Vorgaben laufend angepasst.

Maßgebliche Normen und Richtlinien im PV- und Speicherbereich

PV-Kleinsterzeugungsanlage

Eine „Kleinsterzeugungsanlage“ auch „Balkonmodul“ oder „Plug and Play“-Anlage genannt, ist eine oder mehrere Erzeugungsanlagen, deren Engpassleistung in Summe weniger als 0,8 kW pro Anlage eines Netzbenutzers beträgt (Definition laut § 7 Z 32a Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz, kurz ElWOG). Bitte achten Sie auf die Einhaltung der unten angeführten Vorgaben.

Seit dem 12.12.2019 gilt die TOR ERZEUGER. Für Kleinsterzeugungsanlagen bis 0,8 kW gelten damit folgenden Regelungen:

  • Rücklaufsperre beim Stromzähler wird benötigt
  • zwei Wochen vor Inbetriebnahme muss dem Netzbetreiber Bescheid gegeben werden (in Form eines Formulars)
  • fester Verschiebefaktor von cos φ=1
  • Erfüllung der Vorgaben aus Kapitel 5.1.3. “Wirkleistungsreduktion bei Überfrequenz (LFSM-O)”, der ÖVE/ÖNORM EN 61000-3-3+A1+A2
  • Module brauchen eine 220px Conformit%C3%A9 Europ%C3%A9enne %28logo%29.svg | Photovoltaik Österreich-Kennzeichnung

PV-Kleinsterzeugeranlagen benötigen nach ElWOG keinen Zählpunkt:

ElWOG Novelle § 32

ElWOG Novelle § 66

Diese (gesetzlich nicht verbindliche) Norm beschreibt den Anschluss einer Erzeugungseinrichtung an den Endstromkundenkreis als nicht normgerecht. Laut dieser Norm kann die Anlage nur errichtet werden, wenn ein Elektriker die Hausanlage kontrolliert, die Sicherungen gegebenenfalls austauscht und die Steckerverbindung „Laiensicher“ ist.

Diese Norm ist zwar gesetzlich nicht bindend, kann aber als Stand der Technik betrachtet werden. Interessierte und Besitzer sollten mit ihrer Versicherung etc. abklären, ob das Einbringen eines solches Systems diverse Verträge/Vorschriften verstößt.

Ob eine Kleinsterzeugeranlage eine genehmigungspflichtige Änderung darstellt hängt vom Fall ab und ist auch anhand des jeweiligen Wohnungseigentumsvertrag zu beurteilen. Für gewöhnlich ist es keine baulichen Veränderung am Wohnungseigentumsobjekt, womit die Zustimmung der Wohnungseigentumsgemeinschaft nicht erforderlich ist. Bei einer festen Montage (bspw. an Balkonbrüstung), kann sich das Erscheinungsbildes und damit das Wohnungseigentumsobjekt ändern, womit die Zustimmung aller Wohnungseigentümer erforderlich ist.