Meilensteine des Verbands

Erfolge und Meilensteine des Verbands

In unserer über 25 jährigen Geschichte der SolarRevolution können wir auf viele Erfolge zurückblicken.

Der Verband kann auf eine ereignisreiche Verbandsgeschichte zurück blicken. Nicht zuletzt auf Grund der engagierten Verbandsarbeit, den vielen Kampagnen, der begleitenden Pressearbeit und der umfassenden Informationsarbeit wurde für den PV-Ausbau in Österreich sehr viel erreicht.

Doch die Arbeit ist noch lange nicht getan – im Gegenteil, denn die SolarRevolution ist noch lange nicht abgeschlossen.

Stöbern Sie in unseren Meilensteine um sich ein Bild über unsere Arbeit zu machen!

Unsere Meilensteine der vergangenen Jahre

2020 - heute

2019

Meilensteine und Erfolge 2019
Führungswechsel
DI Vera Immitzer übernimmt die operative Geschäftsführung des Bundesverbands Photovoltaic Austria. Das Team, das bis 2019 bereits für den Verband im Einsatz war, wird nun in den Verband offiziell integriert. Zu viert startete das Team ins neue PV-Jahr.
Pressekonferenz – Klima-Baustelle | 27. Juni
Ob die Klima- und Energieziele im Jahr 2030 überhaupt erreicht werden, gestaltete sich nach der überraschenden Auflösung der Regierung mehr als fragwürdig, denn für die Zeit bis 2030 fehlte der gesetzliche Rahmen – und zwar das EAG. Mit dramatischen Folgen war zu rechnen – der fehlende Ausbau hunderter Megawatt erneuerbarer Energien und der Einbruch des PV-Marktes um 30 % aufgrund der Auflösung der Regierung und der dramatischen Verzögerung des EAG. Diese Prognosen nahmen die Verbände der Erneuerbaren Energie zum Anlass, um mit einem klaren Statement vor dem Parlament auf die Klima-Baustelle aufmerksam zu machen.
Pressekonferenz – Klima-Baustelle | 27. Juni
Einzug ins Haus der Erneuerbaren Energie
Das Haus der Erneuerbaren Energie wurde im Sommer 2019 realisiert und vereint die geballte Kraft der Erneuerbaren-Energie-Branche. Der PVA ist somit Teil der Bürogemeinschaft, bestehend aus dem Dachverband Erneuerbare Energie Österreich, den Verbänden der Kleinwasser- und Windkraft, dem Solarthermie-Verband sowie dem Pellets-, Biomasse- und Biogasverband. Es ergeben sich viele Synergien, um gemeinsam Kräfte für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren in Österreich zu bündeln.
Kampagne „Politik blockiert Sonnenstromausbau“
Audgrund auslaufdender Fördergesetze, drohte der Ausbau der Sonnenstromerzeugung um 30 % einzubrechen. Und auch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz war nicht in Sicht. Um die Öffentlichkeit sowie die Politik auf die Notwendigkeit einer offensiven Photovoltaik-Politik aufmerksam zu machen, starteten wir die Kampagne „Sonnenstromblockade?!“, um die Zeit bis zur Nationalratswahl verstärkt medial zu nutzen. Die Forderung war klar: Ein Notpaket mit fünf Sofortmaßnahmen, welche es schaffen sollten, den Stillstand zu verhindern und auf den dringend benötigten Ausbaukorridor zu kommen. Darüber hinaus brauchte es eine deutliche Aufstockung der Fördermittel für Photovoltaik- und Speicherprojekte auf 36 Millionen Euro, um die Zeit bis zum Inkrafttreten des EAG zu überbrücken.
PVA-Notpaket von Regierung beschlossen
Über Pressekonferenzen, Pressemeldungen und zahlreiche direkte Gespräche drängten wir auf den raschen Beschluss eines Notpakets noch vor der Nationalratswahl. Am 25. September reagierten die Parteien auf unsere Forderungen und beschlossen das vom PVA geforderte Notpaket: 24 Millionen Euro ermöglichen damit eine zusätzliche PV-Leistung von 20 % sowie 12 Millionen Euro eine Verdoppelung der Speicherkapazität für drei Jahre ab dem Jahr 2020. Dies war ein erster Schritt in Richtung Kontinuität am Weg zum EAG.
Streichung der Eigenverbrauchsabgabe
Nach Jahren der Forderung und entsprechenden Gesprächen wurde schließlich auch eine weitere langjährige Forderung umgesetzt. Die Streichung der Eigenverbrauchssteuer ist seit 1.1.2020 in Kraft. Selbst produzierter und selbst verbrauchter PV-Strom kann somit gänzlich ohne Abgaben genutzt werden.
Globaler Klimastreik
Am 27. September fand der globale Klimastreik statt, an dem der Verband mit allen Verbänden der erneuerbaren Energie gemeinsam teilnahm. Zusammen mit 10.000 weiteren Klimaaktivisten marschierten wir vom Wiener Hauptbahnhof über den Karlsplatz zum Heldenplatz mit einer klaren Botschaft: 100 % erneuerbare Energien bis 2030!
Globaler Klimastreik
Das Wasser steht uns bis zum Hals!
Mit dieser provokanten Aussage demonstrierte der Verband gemeinsam mit den anderen Verbänden der erneuerbaren Energie sowie dem Klimavolksbegehren am 14. Oktober 2019 in einer beeindruckenden Fotoaktion für die Notwendigkeit schnellen Handelns gegen den Klimawandel.
Das Wasser steht uns bis zum Hals!
Größtes Branchenevent der PV- und Speicher-Branche
Erstmals fand die traditionelle PVA-Speichertagung in Kooperation mit der Technologieplattform Photovoltaik Österreich statt. Die Veranstaltung wurde damit das bislang größte Branchenevent der Photovoltaik- und Stromspeicherbranche. An zwei Tagen diskutierten Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Branchen sowie dem Hochschul-Bereich die Rolle der Photovoltaik und der Speichermöglichkeiten im Gesamtenergiesystem. Eine Gesamtbesucherzahl von über 600 Personen bestätigte das große Interesse an den Themen und den Erfolg dieser Veranstaltung. Sie bot einen intensiven wissenschaftlichen sowie praxisbezogenen Fachdialog mit den Themen Photovoltaik und Stromspeicherung.
Rekordzubau 2019
Der jährliche Bericht zur Marktentwicklung des BMK bestätigt, was bereits vermutet wurde. Das Jahr 2019 zeigte wieder ein deutliches Zubauplus. In Summe wurden in Österreich 2019 247 MW zugebaut – das entspricht einem Plus von knapp 33 %. Insgesamt ist somit zum Jahresende eine Leistung von 1,7 GW installiert, womit knapp 3 % des Stromanteils gedeckt werden. Alle 11 Minuten wurde eine Anlage errichtet. So positiv dieser Befund ist, so deutlich muss auf den viel größeren Zubaubedarf hingewiesen werden. Bis 2030 muss sich das Ausbautempo deutlich steigern – alle 3 Minuten muss demnach eine Anlage ans Netz kommen, um die von der Photovoltaik erwarteten 11 GW bis 2030 zu installieren. Der Handlungsauftrag geht ganz klar auch an die Politik auf Landesebene, denn wichtige Instrumente zur Erreichung der politischen Ziele zur heimischen, erneuerbaren Stromproduktion liegen in den Händen der Bundesländer und der Gemeinden.
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2018 - 2016

Meilensteine und Erfolge 2018 - 2016
1. Speicher-Kolloquium
Seit dem Jahr 2015 findet jährlich ein Speicher-Kolloquium statt, bei dem unter der Teilnahme von internationalen Spezialisten eine Orientierung für die Arbeit im laufenden Jahr erarbeitet wird. In einer kleinen Gruppe aus Vertretern der Speichertechnologie werden die Interessen der Speicherwirtschaft gemeinsam ausgelotet, um sie als Verband gegenüber der Politik zu vertreten.
1. Speicher-Kolloquium
Erstes GWp erreicht!
2016 wurde in Österreich das erste Gigawattpeak an Photovoltaik installiert. Kein Grund, sich zurückzulehnen, aber doch ein Grund zum Feiern. Um dieses GWp zu veranschaulichen, errechnete der Verband, dass man mit dieser Strommenge 133 Millionen Mal eine Runde mit dem Riesenrad drehen kann.
Erstes GWp erreicht!
Neues PVA-Logo
Optisch wurde das Thema Stromspeicherung auch in das bisherige Verbandslogo integriert und damit erweitert.
PV-Gemeinschaftsanlagen werden möglich
Nach mehr als einem dreijährigen Kampf ist es gelungen, eine österreichweite Regelung für Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen durch eine Novellierung des Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (kurz ElWOG) zu finden, die das bis dahin nicht erlaubte Betreiben ermöglicht.
Eigenverbrauchsreihung
Durch die Novellierung des ÖSG gab es erstmals eine neue Reihung der Förderanträge bei der Tarifförderung: Nicht die Zeit, sondern der Eigenverbrauchsanteil des produzierten PV-Stroms war entscheidend. Mit dieser Neuerung konnten 40 % mehr PV-Leistung gefördert werden – ohne zusätzliche Kosten.
Neue Förderschiene
Eine neue Förderschiene mittels Investitionsförderung wurde im Rahmen der kleinen Novelle des Ökostromgesetzes ermöglicht. Mit dem Budget von 9 Mio. Euro für PV und 6 Mio. Euro für Stromspeicher sind PV-Anlagen mit rund 40 MWp sowie Speicherkapazitäten von gesamt 12 MWh zusätzlich förderbar. Erstmals stand damit auch bundesweit eine Stromspeicherförderung zur Verfügung. Innerhalb der ersten 15 Minuten wurden über 8.000 Anträge registriert.
Zwei-Prozent-Hürde geschafft!
Ende 2017 konnten zum ersten Mal 2 % des gesamten Stromverbrauchs in Österreich durch Photovoltaikstrom bereitgestellt werden. Eine gesamt installierte Leistung von 1,27 GWp machte dies möglich.
Sonnenstromwende JETZT!
Gut Ding braucht Eile! – Sonnenstromwende JETZT! – unter diesem Motto veranstaltete der Verband eine Pressekonferenz mit anschließender Petition als Weckruf an die Regierung. Die Forderungen: Streichung der Eigenverbrauchsabgabe, eine klare Formulierung des geplanten 100.000-Dächer-Programms sowie die Aufstockung der Fördermittel für PV-Kleinanlagen.
Stromgipfel 2018
9 Jahre nach dem 1. Stromgipfel 2009 erstellte der Verband in Zusammenarbeit mit den Erneuerbaren Verbänden einen Folder zum überarbeiteten Ziel „Österreich wird frei – 100 % sauberer Strom bis 2030“. Die österreichische Bundesregierung postulierte dieses Ziel ebenfalls in ihrer „Klima- und Energiestrategie“. Klar ist: Dieses Ziel ist machbar, wenn alle gemeinsam anpacken und alle Potenziale genutzt werden.
AVISO: Erneuerbaren-Ausbau- Gesetz 2020
Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, das 2020 in Kraft treten sollte, muss bis 2030 eine Leistung von 13 GWp ermöglicht werden und der Ausbau durch ein 100.000-Dächer- und Speicherprogramm in Fahrt gebracht werden. Fortan arbeitete der Verband daher intensiv mit Politik, Wirtschaft und relevanten Stakeholdern zusammen, um für die Branche die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Verband präsentierte im September 2018 sein Konzept zur Umsetzung, das als Leitfaden für die zukünftigen Fördersysteme für Photovoltaik und Stromspeicher dienen soll. Das übergeordnete Ziel ist dabei: 100 % sauberer Strom bis 2030.
Speichertagung 2018
Die Speichertagung 2018 fand aufgrund des enormen Andrangs der letzten Jahre erstmals in einer dementsprechenden Location statt – dem Allianz-Stadion in Wien. Die Begeisterung über ein gut gefülltes Stadion zum Thema Stromspeicherung war groß.
Speichertagung 2018
© Photogreissler
PV-Doppelnutzung für Landwirtschaft und Energiewende
Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer organisierte der Verband die Veranstaltung „PV-Doppelnutzung“. Wissenschaftler und Experten aus der Praxis zeigten auf, dass Agrar-Photovoltaik als Erfolg versprechendes Modell funktionieren kann, um die Energiewende voranzutreiben. Neben den Chancen und Herausforderungen des neuen Nutzungskonzepts wurden dabei vor allem bereits bestehende, aber auch zukünftig neue technische Lösungen sowie die sozio-ökonomischen Aspekte der Agrar-Photovoltaik präsentiert.
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2015 - 2012

Meilensteine und Erfolge 2012 - 2015
2011/2012: € 8 Mio. für die Tarifförderung
Nicht zuletzt aufgrund des massiven Drucks seitens der Oppositionsparteien und durch ein Einlenken des Wirtschaftsministeriums wurden aus den geplanten 3 Mio. Euro Ökostromtarifförderung neu 8 Mio. Euro jährlich. Ein Resttopf, den es mit der Kleinwasser- und der Windkraft zu teilen galt, stand ab sofort zur Verfügung. Am 7. Juli 2011 wurde das Gesetz mit den Stimmen von fünf Parteien angenommen. Im August 2011 trat der erste Teil des Gesetzes und im Juli 2012 trat der zweite Teil in Kraft.
2012: PVA-PRAXISZENTRUM
Am 13. November 2012 wurde offiziell das PVA-PRAXISZENTRUM an der HTL in Hollabrunn eröffnet, in dem vorwiegend Elektrotechniker praxisorientiert aus- und fortgebildet werden. Die Qualitätssicherung bei der Anlagenerrichtung steht als ein wesentliches Ziel des PVA im Vordergrund der Ausbildung. Seit 2016 kooperiert das PVAPRAXISZENTRUM mit der TÜV AKADEMIE AUSTRIA und organisiert vielfältige Ausbildungsprogramme.
2012: Ausschöpfen der Klimafondsförderung
Bei der Investförderung für Kleinanlagen standen dringende Probleme zur Lösung an. Das bisherige Vergabesystem sah vor, dass zugesagte Fördersummen von Ansuchern, die dann doch nicht gebaut haben, nicht an Nachrückende weiter vergeben, sondern anderweitig eingesetzt werden. Dadurch gingen der PV bedeutende Summen verloren. In einer Pressekonferenz am 11. Dezember 2012 informierte der Verband die Öffentlichkeit über diese Schwachstelle. Fast alle österreichischen Tageszeitungen transportierten die Meldung.
2012 - 2014: Stromnetze der Zukunft – Projekt „PV-Grid“
Durch einen starken PV-Zubau hat sich eine völlig neue Situation für die Stromnetze ergeben: Anstatt Strom nur von A nach B zu liefern, liefert B nun auch nach A. Dementsprechend bedarf es gemeinsamer Lösungen zwischen Produzenten und Netzbetreibern, um die neuen technischen, wirtschaftlichen und administrativen Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Der Verband ermöglichte in dem EU-Projekt „PV-Grid“ diesen wertvollen Wissensaustausch. Von Mai 2012 bis Oktober 2014 wurden technische Lösungen zur Harmonisierung der PV-Stromproduktion mit dem Stromnetz analysiert.
2013: Tarifförderung Antragschaos
Zu einem Eklat kam es aufgrund des Antragschaos beim Start der Fördervergabe durch die OeMAG am 1. Jänner 2013 um Mitternacht. Computer und Faxe brachen zusammen. Dadurch wurde klar, dass der Ansturm auf die Photovoltaik weiter zugenommen hat. 2014 wiederholte sich das Fiasko. Zwar war der Antragszeitpunkt auf den ersten Werktag des Jahres verlegt worden, aber die Systeme brachen neuerlich zusammen und so musste der Antragszeitpunkt auf den 16. Jänner verlegt werden. Das Förderbudget war innerhalb weniger Minuten vergeben. Der PVA bedrängte das Ministerium um eine Optimierung der Vergabemodalitäten.
2013 – neuer PV-Rekord
Im Jahr 2013 wurden 263 MWp an neuer PVLeistung in Österreich installiert. Damit wurde die Ein-Prozent-Hürde des österreichischen Stromverbrauchs überschritten.
2014: 2. Sonnenstrom-Petition
Im Februar 2014 wurde vom Finanzministerium ein Erlass veröffentlicht, in dem eine Eigenverbrauchsabgabe von 1,5 Cent pro selbst verbrauchter Kilowattstunde PV-Strom vorgeschrieben war. Die Freigrenze lag bei 5.000 kWh. Bei einem Überschreiten der Grenze war eine Besteuerung der gesamten 5.000 kWh vorgesehen. Mit einer Petition, die von über 30.000 Personen unterzeichnet wurde, und einer intensiven Pressearbeit wurden Verhandlungen mit den Regierungsparteien (ÖVP, SPÖ), die im Parlament über die Mehrheit verfügen, erreicht. Das Ergebnis der zähen Verhandlungen: Der Freibetrag wurde auf 25.000 kWh erhöht. Damit wurden weit über 90 % der vom gültigen Gesetz betroffenen PV-Anlagen aus der Gefahrenzone gerettet. Das Gesetz wurde am 8. Juli 2014 im Parlament beschlossen.
2. Sonnenstrom-Petition
2015: Tagung: „Nach der Sonnenfinsternis – sauberer Strom für alle“
Am 20. März 2015 verfinsterte sich die Sonne über Mittel- und Nordeuropa. Der Mond schob sich zwischen Sonne und Erde und verdunkelte Teile Europas. Die Medien waren in Aufruhr: von Hamburg bis Wien. „Die Presse“ in Österreich: „Sonnenfinsternis könnte Österreich ins Blackout stürzen“. Wir fragten beim Betreiber der Hochspannungsnetze, der Austrian Power Grid nach: Was ist dran an der Medienhysterie? Eine Erläuterung auf Basis von Echtzeitdaten machte die Tagung mit der partiellen Finsternis zu einem Abenteuer. Erwartungsgemäß hatten die Netzbetreiber das „Problem“ voll im Griff.
2015: Tagung: „Nach der Sonnenfinsternis – sauberer Strom für alle“
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2011 - 2008

Meilensteine und Erfolge 2008 - 2011
Ausgangslage 2008
Sonnenfinsternis in Österreich – gerade 2,1 MWp waren im vergangenen Jahr österreichweit neu installiert worden. Mit dem Start des neuen PVA-Vorstandes 2008 waren die Verhandlungen zur Novelle des Ökostromgesetzes (ÖSG) so gut wie abgeschlossen. Das Gesetz hatte einen Pferdefuß – die sogenannte Co-Finanzierung. Diese besagte, dass die bescheidene Fördersumme von 2,1 Mio. Euro nur ausbezahlt wird, wenn die Bundesländer jeweils eine Hälfte dazulegen. Da die meisten Bundesländer dies verweigerten, kam selbst die bescheidene Summe nicht zur Auszahlung.
Ausgangslage 2008
2008: Fall der Co-Finanzierung
Im August 2008 wurde plötzlich das Unmögliche doch noch möglich. In der am 8. August vom Parlament verabschiedeten Novelle des ÖSG war der Passus der „CoFinanzierung“ ersatzlos gestrichen. Der PVA leistete dafür entscheidende Arbeit.
2008: Start der Klimafondsförderung
Im Jahr 2008 rief auch der neu gegründete Klima- und Energiefonds eine Förderschiene für Kleinanlagen bis 5 kWp ins Leben. Der Fonds war auf mehrere Jahre ausgelegt. Andreas Wabl (ehem. Grünabgeordneter) erklärte, für die Photovoltaik sei ein einmaliger Betrag von 1 Mio. Euro vorgesehen. Experten hätten ihm erklärt, die Förderung von Photovoltaik sei gleichzustellen mit dem Verbrennen von Geld. Eine gigantische Herausforderung für den Verband, diesen Schwachsinn zu widerlegen. Großartige Medienunterstützung half dabei. Bei der ersten Ausschreibung am 9. Juli 2008 waren es dann doch 8 Mio. Euro. Das Budget war nach wenigen Sekunden ausgeschöpft.
2009: 8-Prozent-Ziel des PVA
2009 legte der Vorstand die Langzeitziele bis 2020 fest: Man einigte sich auf ein Ausbauziel von 8 % Sonnenstrom am österreichischen Stromverbrauch. Bis Ende 2015 sollte das erste Gigawattpeak installiert sein. Als drittes Ziel wurde formuliert, dass die Photovoltaik in die Marktreife geführt werden sollte.
2009: 2. Runde der Klimafondsförderung
2009 stand die nächste Runde für die Klimafondsförderung an. 18 Mio. Euro standen zur Disposition. Der Vergabezeitpunkt wurde zu einer Live-Pressekonferenz umfunktioniert. Die Vergabe war ein Desaster. Innerhalb von Minuten stürzten die Computer des Klimafonds ab. Der Politik wurde klar, dass die Fördermenge nicht ausreichte und Handlungsbedarf bestand.
2009: Leerer Fördertopf
Als im Spätsommer 2009 die Einspeisetarife für Großanlagen für das laufende Jahr festgelegt wurden, war der Fördertopf schon längst vorreserviert und damit leer. Es galt, diesen Unfug der Öffentlichkeit vorzuführen. Das Motto unserer Pressekonferenz vom 10. September 2009 lautete: Die Regierung beschließt Fördertarife, aber der Fördertopf ist längst leer. Als Symbolik wurde ein leerer Nachttopf präsentiert.
Stromgipfel 2009
Der nächste Meilenstein sollte eine gemeinsame Perspektive der erneuerbaren Stromproduzenten sein. Am 8. Oktober 2009 präsentierten die Verbände der Erneuerbaren bei einem „Stromgipfel“ ihren Anteil an der Stromproduktion bis 2020. Das erklärte Ziel war es, bis 2020 100 % des in Österreich genutzten Stroms sauber zu erzeugen (2021 wurde dieses Ziel bis 2030 von der Bundesregierung aufgenommen).
Ab 2009: PVA-Fachtagungen
Grundsatzthemen wie die Stromspeicherung (Speichertagung) oder solare Mobilität (Tagung „Sonne in den Tank“) sowie Eigenstromverbrauchsoptimierung (Tagung „Sonnenstrom intelligent nutzen“) wurden über Veranstaltungen aufgearbeitet. Gleichzeitig wurde ein flächendeckendes Fortbildungsprogramm für Photovoltaik-Errichter aufgebaut. Die sogenannten „Praktikertage“ waren geboren.
2010: 8-Prozent-Ziel EU-Einreichung
Die österreichische Bundesregierung vermeldete für das Jahr 2010 ein Ausbauziel von 0,4 % PV-Anteil am Strom bis zum Zieljahr der EU-Richtlinie 2020. Zusammen mit den anderen Anbietern von sauberem Strom wurde ein Alternativplan mit dem Ausbauziel des PVA von einem PV-Anteil von 8 % in Brüssel eingereicht.
2010: 1. Sonnenstrom-Petition
Der PVA startete am 25. Mai 2010 seine erste Sonnenstrom-Petition für ein brauchbares Ökostromgesetz, die schlussendlich von 10.490 Personen unterstützt und unterschrieben wurde.
2010: 1. Sonnenstrom-Petition
2011: PV-Methusalem – Warten bis 2026
Aufgrund des begrenzten Förderbudgets von 2,1 Mio. Euro pro Jahr war die Warteliste für tarifgeförderte PV-Anlagen zu Beginn des Jahres 2011 bereits bis 2026 aufgestaut. Es zeichnete sich eine entscheidende neue Runde zwischen der PV-Interessenvertretung und der Politik ab. Denn die Novellierung des Ökostromgesetzes stand an. Wiederum galt es, die Öffentlichkeit aufzurütteln. Mit einer Pressekonferenz am 11. Jänner 2011 ging der Verband in die Offensive. Optisch wurde das Dilemma mit dem „PV-Methusalem“ dargestellt, einem Mann, der viele Jahre auf seine PV-Förderung gewartet hat.
PV-Methusalem – Warten bis 2026
2011: Wartelistenabbau mit € 28 Mio.
Nachdem der für den Energiebereich zuständige Bundesminister R. Mitterlehner den PVA zum offiziellen Verhandlungspartner für das Ökostromgesetz erklärt hatte, gelang es dem Verband am 25. Mai 2011, ein Budget von 28 Mio. Euro für den Abbau der PV-Warteliste zu lukrieren.
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